1Geltungsbereich & Vertragspartner
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen ("AGB") regeln die vertraglichen Beziehungen zwischen
Alpinum Solutions AG, Zürich, Schweiz; oder
Alpinum Solutions GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland;
("Alpinum Solutions"), und dem Kunden ("Kunde"). Diese AGB gelten für alle Aufträge für Executive Search, Permanent Recruiting, Personalverleih und Freelancer-Vermittlung, die Alpinum Solutions annimmt und durchführt. Vertragspartner ist die im Angebot oder in der Auftragsbestätigung genannte Gesellschaft. Bedingungen, die Alpinum Solutions und der Kunde ausdrücklich schriftlich oder per E-Mail vereinbaren, haben Vorrang vor diesen AGB.
2Personalverleih & Freelancer-Vermittlung
Für Personalverleih werden die Bedingungen und die Vergütung in einem separaten Verleihvertrag (Staff Leasing Agreement) zwischen dem Kunden und Alpinum Solutions geregelt. Für die Vermittlung von Freelancern gilt ein separater Vermittlungsvertrag. Ab ihrem Abschluss haben diese Verträge Vorrang vor diesen AGB. Bis dahin gelten diese AGB. Kommt kein solcher Vertrag zustande, gelten die AGB weiterhin. Die Vermittlungsprovision für Executive Search und Permanent Recruiting ist in Ziffer 3.1 geregelt.
3.1Vermittlungsprovision
Für Executive Search und Permanent Recruiting zahlt der Kunde Alpinum Solutions eine erfolgsabhängige Vermittlungsprovision von 30% der Bruttogesamtvergütung des Kandidaten im ersten Beschäftigungsjahr. Bei Teilzeitstellen wird die Provision auf Grundlage des vereinbarten Pensums berechnet.
3.2Fälligkeit & Meldepflicht
Die Vermittlungsprovision nach Ziffer 3.1 wird bei Alpinum Solutions AG in CHF und bei Alpinum Solutions GmbH in EUR, jeweils exkl. MwSt., fällig, sobald aufgrund der Vorstellung oder Vermittlung ein wirksamer Arbeitsvertrag zustande kommt. Der tatsächliche Arbeitsbeginn ist dabei unerheblich. Steht der Vertrag unter einer aufschiebenden Bedingung, wird die Provision erst mit deren Eintritt fällig. Der Kunde informiert Alpinum Solutions innerhalb von 5 Kalendertagen über den Vertragsschluss mit einer vorgestellten Person und teilt die Angaben zur Gebührenberechnung mit. Diese Meldepflicht gilt auch für Temporär- und Freelancer-Verträge.
3.3Auslagen
Auslagen, die der Kunde tragen soll (z. B. Werbekosten oder Spesen für Kandidaten), bedürfen seiner vorherigen schriftlichen Zustimmung. Sie werden separat zu Selbstkosten in Rechnung gestellt und sind innerhalb von 14 Kalendertagen nach Rechnungserhalt zu bezahlen.
3.4Spätere & indirekte Beauftragungen
Der Kunde schuldet die vereinbarte Vergütung auch, wenn (a) eine von Alpinum Solutions vorgestellte Person innerhalb von 12 Monaten nach der ersten Vorstellung direkt oder indirekt ein Vertragsverhältnis mit dem Kunden eingeht oder (b) der Kunde diese Person einem Dritten vorstellt und dort innerhalb derselben Frist ein Vertragsverhältnis zustande kommt. Dies umfasst ausdrücklich Festanstellungen, Temporäreinsätze und selbstständige Tätigkeiten als Freelancer oder Berater, auch über die eigene Gesellschaft der Person oder einen anderen Dienstleister. Die Vergütung fällt auch an, wenn die Person zunächst abgelehnt wurde, das Angebot abgelehnt hat oder eine andere Position oder Vertragsart als ursprünglich vorgesehen vereinbart wird. Voraussetzung ist, dass die Vorstellung oder Vermittlung zum Vertragsschluss beigetragen hat. Die Höhe richtet sich bei Permanent Recruiting nach Ziffer 3.1, bei Personalverleih nach dem Staff Leasing Agreement und bei Freelancern nach dem Vermittlungsvertrag. Für Übernahmen nach Personalverleih gelten die gesetzlichen Grenzen und die Übernahmeregelung im Verleihvertrag.
3.5Rückerstattung
Bei Permanent Recruiting erstattet Alpinum Solutions die Vermittlungsprovision, wenn der Kandidat nicht antritt oder vor Stellenantritt oder innerhalb der ersten drei Beschäftigungsmonate eine Kündigung zugeht. Die Rückzahlung beträgt 100 % bei Kündigung vor Stellenantritt oder Nichtantritt, 50 % im ersten Beschäftigungsmonat, 25 % im zweiten und 12,5 % im dritten Monat. Entscheidend ist der Zugang der Kündigung, nicht der letzte Arbeitstag. Der Kunde informiert Alpinum Solutions innerhalb von 10 Arbeitstagen nach Kenntnis per E-Mail.
4Eignung & Verantwortlichkeiten
Alpinum Solutions verpflichtet sich, die Eignung eines Kandidaten für die vorgesehene Position sorgfältig zu überprüfen und zu analysieren. Die Dienstleistungen von Alpinum Solutions ersetzen jedoch nicht die gründliche Prüfung des Kandidaten durch den Kunden. Bei Direktanstellungen und Freelancer-Aufträgen ist der Kunde verantwortlich für die Auswahl des Kandidaten, die Ausführung der dem Kandidaten übertragenen Aufgaben, die Organisation erforderlicher und gesetzlich zulässiger medizinischer Untersuchungen, die Beschaffung und/oder Überprüfung aller erforderlichen Genehmigungen und Zeugnisse. Bei Personalverleih richten sich die Verantwortlichkeiten nach dem Verleihvertrag und den gesetzlichen Vorgaben.
5Kandidatendaten & Datenschutz
Die Vorstellung von Kandidaten und die Übermittlung ihrer Daten erfolgen streng vertraulich. Kandidatendossiers dürfen nur verarbeitet werden, soweit dies für das Auswahlverfahren und die anschliessende Beschäftigung oder Beauftragung erforderlich und gesetzlich zulässig ist. Wird der Kandidat nicht eingestellt oder beauftragt, sind die Dossiers zurückzugeben oder zu löschen, sofern keine rechtliche Grundlage für eine weitere Aufbewahrung besteht. Eine Weitergabe an Dritte erfordert eine rechtliche Grundlage. Die geltenden Datenschutzvorschriften, insbesondere das schweizerische DSG und, soweit anwendbar, die DSGVO, sind einzuhalten.
6Vertraulichkeit
Die gegenseitige Vertraulichkeitsverpflichtung gilt für alle nicht öffentlichen Informationen, die während der Vertragserfüllung zwischen dem Kunden und Alpinum Solutions ausgetauscht werden.
7Recht & Gerichtsstand
Die vertraglichen Beziehungen zwischen dem Kunden und Alpinum Solutions unterliegen
für Alpinum Solutions AG – dem schweizerischen Recht mit ausschliesslichem Gerichtsstand in Zürich;
für Alpinum Solutions GmbH – dem deutschen Recht mit ausschliesslichem Gerichtsstand in Frankfurt am Main.
Die Gerichtsstandsvereinbarung gilt, soweit gesetzlich zulässig. Zwingende Gerichtsstände und gesetzliche Vorgaben bleiben vorbehalten.